Die Privatentnahme

Wer sich selbständig machen möchte, plant in der Regel, seinen Lebensunterhalt durch die Einnahmen des gegründeten Unternehmens (mit-) zu finanzieren. Ihre Geschäftsidee muss also über kurz oder lang nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch Ihre privaten Ausgaben decken können.

Um einen realistischen Businessplan aufzustellen, sollten Sie also herausfinden, welche Kosten Ihnen nach eventuellen Nebeneinkünften monatlich entstehen, um Ihren privaten Lebensstandard zu finanzieren. Diese Kosten bilden die Grundlage für Ihre Privatentnahme.

Privatentnahme kalkulieren mit Miniplan

Um Ihre Privatentnahme zu berechnen, rufen Sie in Miniplan das Modul "Privatentnahme" auf. Die Tabelle ist in zwei Bereiche unterteilt: Zunächst erfassen Sie hier Ihre typischen monatlichen Ausgaben, anschließend fahren Sie mit den Einnahmen fort.

Notieren Sie sämtliche Ausgaben, die in Ihrem Haushalt in einem Monat anfallen. Dazu gehören als erstes die regelmäßig anfallenden Kosten wie Miete, Telefon und Krankenversicherung. In einem zweiten Schritt sollten Sie die Kosten, die nur zu bestimmten Terminen fällig werden (z.B. jährliche Versicherungsprämien, Kreditzinsen oder  Einkommenssteuerzahlungen) durch 12 teilen und diesen Wert in die monatliche Aufstellung eintragen. In einem letzten Schritt fügen Sie einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben (z.B. Reparaturen an Haus, Wohnung, Auto) ein.

Notieren Sie im Anschluss sämtliche Einnahmen aus anderen Einkunftsquellen, die regelmäßig in Ihrem Haushalt pro Monat anfallen. Hierzu zählen z.B. das Einkommen von Lebenspartnern, Kindergeld und Unterhaltszahlungen. Aus der Differenz von Ausgaben und Einnahmen ergibt sich dann die monatlich benötigte Privatentnahme.

Wichtiger Hinweis: Die errechnete Privatentnahme wird nicht automatisch in das Modul Liquidität übernommen, da der errechnete Wert nicht dem tatsächlichen Entnahmebetrag oder dem Geschäftsführergehalt entsprechen muss.