Der betriebliche Aufwand

Im Rahmen der Ertragsvorschau empfiehlt es sich zunächst den sogenannten betrieblichen Aufwand zu erfassen. Hier geht es vor allem um Kosten, die auch dann anfallen würden, wenn Sie gerade einmal keine Aufträge erhalten haben, z.B. für Miete, Personal oder Versicherungen. Dieser Aufwand ist an dieser Stelle leichter zu planen als Ihre Umsätze und die umsatzbezogenen Kosten, auf die wir später zu sprechen kommen.

Werfen Sie nun wieder einen Blick in Ihr Geschäftskonzept. Gehen Sie Schritt für Schritt die Beschreibung Ihrer Geschäftsidee und die zugehörigen betrieblichen Abläufe durch. Listen Sie dabei alle möglichen anfallenden betrieblichen Aufwand auf, d.h. sind in Ihrem Geschäftskonzept Geschäftsräume und Fahrzeuge vorgesehen, müssen sich die laufenden Kosten auch im betrieblichen Aufwand spiegeln.

Höchstwahrscheinlich werden Sie die Planung später nicht exakt einhalten können. Dennoch ist diese Rechnung besonders wichtig, denn durch sie entwickelt man ein gutes Gefühl für den anfallenden Aufwand. So kontrollieren Sie die gesamten Ausgaben von Anfang an sehr sorgfältig und wissen später genau, an welchen Schrauben Sie drehen können, falls es einmal eng wird.

Aufwand berechnen mit Miniplan

Um Ihre Aufwendungen zu planen, rufen Sie in Miniplan das Modul "Rentabilität“ auf und blättern Sie die Unterkategorien auf. Hier sehen Sie, dass sowohl Umsatz als auch Aufwand in verschiedenen Abschnitten der Tabelle erfasst werden. In diesem Schritt geht es zunächst um den betrieblichen Aufwand.

Zu Beginn zwei wichtige Hinweise: In der Rentabilitätsvorschau werden sämtliche Einträge, ob Aufwendungen oder Umsätze, immer netto, also ohne Mehrwertsteuer, erfasst! Zweitens werden in der Rentabilitätsvorschau nur Positionen erfasst, die sich auf den Geschäftsbetrieb beziehen (in Abgrenzung zum privaten Bereich).

Beginnen Sie nun mit dem Eintragen des betrieblichen Aufwands in den "Plan“-Spalten für den Monat, in dem Sie den Start Ihres Unternehmens beabsichtigen. Nutzen Sie dazu die Angaben in Ihrem Businessplan-Textteil. Stellen Sie sich vor, wie ein Arbeitstag verlaufen würde: Immer, wenn Sie dabei auf Dinge stoßen, die Kosten verursachen, tragen Sie diese in die Tabelle ein. Hierzu zählen z.B. Miete, Nebenkosten, Personalausgaben, Gebühren, Kfz-Kosten, Versicherungen, Bürobedarf, Telefon usw.

Natürlich ist auch der betriebliche Aufwand nicht wirklich unabhängig Umsatz: Wer mit steigendem Umsatz rechnet, wird früher oder später weiteres Personal anstellen und seine Räumlichkeiten vergrößern etc. Es ist unmöglich in einem Schritt zu einer perfekten Planung zu gelangen. Vielmehr sollten Sie Ihren Finanzplan im Laufe der Vorhabensvorbereitung kontinuierlich verbessern.

Die meisten betrieblichen Aufwandspositionen fallen regelmäßig an, wie z.B. die monatliche Miete oder eine jährliche Versicherungsprämie. Erleichtern Sie sich das Eintragen , indem Sie die Fortschreibefunktion von Miniplan nutzen. Hilfe: Werte fortschreiben.

Wie in allen Modulen gilt: Die vorgegebenen Kategorien sind nicht fix, sondern können von Ihnen nach Belieben an Ihre persönliche Situation angepasst werden. Hilfe: Kategorien verwalten.

Überprüfen Sie am Ende genau, ob Sie wirklich alle Ausgaben beachtet haben. Oft werden scheinbar nebensächliche Kosten in der Planung einfach vergessen. Auch mögliche Preissteigerungen im Einkauf werden häufig vernachlässigt. Zusätzlich sollten Sie eine laufenden Posten „Sonstiges“ für kleinere Aufwände einplanen, den keine Planung ist vollständig.

Nachdem Sie die betrieblichen Aufwendungen im Rentabilitätsmodul eingeplant haben, wenden Sie sich nun der Einnahmenseite zu. Im nächsten Schritt geht es daher um die erwarteten Umsätze Ihres Unternehmens.

Nächster Schritt: Umsatz