Die Ertragsvorschau

Im ersten Schritt zur Finanzplanung haben Sie bereits damit begonnen, den Kapitalbedarf Ihrer Gründung zu kalkulieren. Nun geht es darum, die wirtschaftliche Entwicklung Ihres Unternehmens zu planen. Schließlich wollen Sie ja, dass sich Ihre Gründung etabliert und jeden Monat unter dem Strich etwas übrig bleibt. Deshalb beschäftigt sich der kommende Abschnitt mit der sogenannten Ertragsvorschau – auch Rentabilitätsvorschau genannt. Hier stellen Sie Ihre monatlichen Umsätze den anfallenden Aufwendungen gegenüber. Unter dem Strich zeigt sich dann, ob Ihr Unternehmen auf Dauer Gewinne oder Verluste erwirtschaften wird.

Externe Finanziers erwarten eine solche Ertragsvorschau in der Regel für einen Planungszeitraum von mindestens drei Jahren. Denn Sie werden Ihnen nur dann finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, wenn Sie überzeugend darlegen können, dass die Gewinne in absehbarer Zeit ausreichen, um die entstehenden Verpflichtungen zu bedienen.

Die Ertragsvorschau ist jedoch nicht nur für Kapitalgeber, sondern vor allem für Sie selbst ein wichtiges Instrument, um Ihr Gründungsvorhaben einmal genau zu prüfen. Schließlich möchten Sie in Ihrer Selbständigkeit ja von den Gewinnen, die das Unternehmen erwirtschaftet, auch Ihren Lebensunterhalt bestreiten. Bleibt aber auf Dauer im Unternehmen nichts unter dem Strich übrig, sollten Sie Ihre Geschäftsidee noch einmal überdenken!

Am einfachsten lässt sich die Ertragsvorschau erstellen, wenn Sie die folgenden vier Schritte in der vorgegebenen Reihenfolge abarbeiten.

Nächster Schritt: Betrieblicher Aufwand